Wandern an der Riviera di Levante

Portofino

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Camogli

Basilika Santa Maria Assunta

Wenn man das schmucke Städtchen anschaut, fällt einem schwer zu glauben, dass Camogli mal Geschichte geschrieben hat, insofern als es Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutender Mittelpunkt des Schifffahrtwesens war und die größte Flotte im Mittelmeerraum besaß. Aber auch früher haben Camoglis Männer die Weltmeere befahren und dafür ihre Frauen lange Zeit zurückgelassen. Der Name Camogli soll daher von Casa delle Moglie (Haus der Ehefrauen) stammen.

Heute ist, neben dem Tourismus, der Fischfang eine wichtige Erwerbsquelle in Camogli. Ein Mal im Jahr, und zwar am 2. Sonntag im Mai, findet das Fischfest Sagra del Pesce statt. Es wird dann auf dem Hafenvorplatz in einer riesengroßen Pfanne (Ø 4 m !) Fisch gebacken und kostenlos verteilt. Dieser feierliche Höhepunkt führt dann zu einem enormen Besucheransturm aus der ganzen Riviera di Levante und darüber hinaus.

Camogli Gasse
Häuserfront an der Via Garibaldi
Hafen

Von Ruta nach Portofino

San Fruttuoso von Base 0 aus Kirchturm von Ruta

Ruta liegt oberhalb von Camogli und ist von dort aus mit dem Bus erreichbar. Der Pfad führt leichtansteigend zu den Piettre Strette, einer Sammlung von Riesensteinen als Überbleibsel der Erosion. In Höhe Portofino Vetta gibt es einen herrlichen Blick auf den Golfo Paradiso. Anschließend geht es runter bis Base 0, von dem man einen schönen Blick auf die Bucht von San Fruttuoso werfen kann. Dann geht es parallel zur Südküste über die Ortschaft San Sebastiano weiter nach Portofino.

Golfo del Tigullio von San Sebastiano aus
Häusergruppe von Paraggi Südküste der Halbinsel Portofino

Portofino

Hafen von der Kirche San Giorgio aus

In den fünfziger und sechziger Jahren gaben sich hier Sterne und Sternchen der internationalen Jetset die Klinke in die Hand. Heute sind Liz Taylor und Humphrey Bogart abgereist, aber die italienischen Reichen und Superreichen sind geblieben.

Clubschiff Club Med 3
Schloss Brown Kirche San Giorgio vom Hafen aus Kirche San Giorgio

Von Camogli nach San Fruttuoso

Golfo Paradiso von Camogli bis Genua

Diese Wanderung wird in jedem Reiseführer als Abenteuerwanderung beschrieben. Tatsächlich ist sie sehr abwechslungsreich und die schönste auf der Halbinsel Portofino; das Abenteuer hält sich jedoch in Grenzen. Man beginnt die Wanderung in Camogli und erreicht nach ¾ Stunden das 220 Meter höher gelegene San Rocco. Danach geht es auf ebener Strecke bequem weiter durch den Weiler Mortola zu einem Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Von hier hat man nicht nur eine schöne Sicht auf die Felszunge Punta Chiappa, sondern bietet sich auch ein Superpanorama über den Golfo Paradiso von Camogli westwärts bis hin zu Genua.

Kirche von San Rocco Punta Chiappa Bucht Cala dell'Oro

Wenige Meter weiter begegnet man einige weitere zylindrisch geformte Bauten, genannt Batterie. Hier fängt der »gefährliche« Abschnitt des Pfades an, was durch ein Hinweisschild entsprechend angegeben ist. Jetzt geht es in ständigem Auf und Ab die Südküste der Halbinsel Portofino entlang, sodass eine gewisse Kondition schon erforderlich ist. Auch ist an einigen ausgesetzten Stellen, die mit Drahtseil gesichert sind, Trittsicherheit erforderlich. Man passiert die wunderschöne und raue Bucht Cala dell'Oro, die zur Schutzzone A gehört. Dies bedeutet, dass Baden, Fischen, Tauchen und Anlegen von Booten absolut verboten ist. Nun geht es noch ein mal steil rauf zu einer Passhöhe, von der es ebenso steil wieder runter zur wunderschön gelegenen Abtei San Fruttuoso geht. Von dort bin ich mit dem Linienboot nach Camogli zurück gefahren.

Westküste der Halbinsel Portofino Beginn des gefährlichen Pfadabschnitts Batterie Südküste der Halbinsel Portofino

San Fruttuoso

Abtei von San Fruttuoso

Die Legende von San Fruttuoso besagt, dass im 3. Jahrhundert die Jünger des Märtyrers Fruttuosus die Reliquien des Heiligen aus Spanien hierhergebracht haben. Um 1050 wurde mit dem Bau der Abtei begonnen, die später zur Grabstätte der Doria-Familie wurde.

Glockenturm der Abtei Doria Turm

Santa Margherita

Santa Margherita

Nach Portofino kommt Santa Margherita an zweiter Stelle in der Rangliste der teuersten Orten der Riviera di Levante. Jede Menge Luxushotels, Antiquitätenhändler, Modeboutiquen und was die oberen Zehntausend sonst noch alles brauchen. Also nicht gerade ein Ort für mehrtägige Übernachtungen, aber durchaus geeignet für einen Mittagsbesuch. Sehenswert sind der Park Villa Durazzo mit seinen exotischen Pflanzen, Palmen, Brunnen und Statuen und die angrenzende Kirche San Giacomo di Corte.

***** Hotel Imperiale
Kirche San Giacomo di Corte Statue der Calliope in der Villa Durazzo

Rapallo

Via Cairoli

Für diejenigen, die im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, dürfte der Name Rapallo mit dem Jahr 1922 verknüpft sein. In diesem Jahr nämlich, wurde zwischen Deutschland und der Sowjetunion der gleichnamige Vertrag unterzeichnet. Das Treffen fand hier abseits des Genueser Wirtschaftsgipfels statt. Die deutsche Regierung erhoffte sich, die aus dem Versailler Vertrag resultierenden Lasten zu verringern und die Sowjetunion ihrerseits, die internationale Isolierung zu durchbrechen. Der Vertrag von Rapallo wurde im Hotel Imperiale, das heute in Santa Margherita lieg, aber damals zu Rapallo gehörte, unterzeichnet. Sehenswert sind die Altstadt und der Lungomare-Boulevard.

Lungomare Lungomare
Kirche San Gervasio e Protesio
Häuserfassade an der Riviera di Levante Häuserfassade an der Riviera di Levante Häuserfassade an der Riviera di Levante Häuserfassade an der Riviera di Levante Häuserfassade an der Riviera di Levante
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